Prosecco heißt jetzt Glera
August 2009 wurde es offiziell:
Das italienische Landwirtschaftsministerium hat die Rebsorte “Prosecco” schlichtweg umbenannt in die scheinbar unspektakuläre Bezeichnung “Glera”. Doch: dieser Name ist an der Trentiner Küste seit jeher bekannt. Hier wird der Ursprung des Prosecco vermutet.
Im Grunde wurde der Name Prosecco aufgewertet. Hier die wichtigsten Daten:
Für den neuen Jahrgang 2009 wird :
1) die alte Prosecco Rebsorte ab sofort Glera heißen
2) Prosecco, die Bezeichnung des Anbaugebietes sein
3) es 5 Prosecco-Anbaugebiete geben
a) Conegliano - Valdobbiadene D.O.C.G.
b) Prosecco del Veneto D.O.C. (grosses Anbaugebiet in Venetien)
c) Prosecco di Treviso D.O.C. (kleines Anbaugebiet um die Stadt Treviso)
d) Prosecco del Friuli D.O.C. (grosses Anbaugebiet in Friaul)
e) Prosecco di Trieste D.O.C. (kleines Anbaugebiet um die Stadt Trieste)
Somit gilt Prosecco jetzt als geschützte Herkunftsbezeichnung für Prosecco DOC. Dieser muss aus diesem Erzeugungsgebiet kommen und zu mindestens 85% aus der Rebsorte Glera stammen.
Und wer hat das ganze ins Rollen gebracht? Die Deutschen! Deutsche Kellereien hatten mit der Rebsorte Prosecco billige Perlweine auf den Markt gebracht und sich das Recht erstritten, auch in Deutschland zu versekten. Für sie wird es jedoch weiterhin einige Ausnahmeregelungen geben.
Für alle Prosecco-Liebhaber ist es beruhigend zu wissen, dass
1. die Qualität des zukünftigen DOC-Prosecco durch die Vorschrift der Rebsortenverwendung gesichert wurde
2. für die Anbaugebiete jetzt eine Glasverpackung vorgeschrieben wurde. Somit ist dem “Prosecco in Dosen” ein Ende gesetzt
Genussvolle Grüsse
Beate E. Wimmer
www.vinalia.de
p.s.: Sehr guten Prosecco gibt es zu verkosten auf der VINALIA am Stand von Legro, Hannover
